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Prof. Dr. phil. Hans Peters
Tel.: 0231 755-2904

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Sprachwissenschaft

Willkommen auf den Internetseiten der Sprachwissenschaft!

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Die Grundlage für unsere sprachwissenschaftliche Lehre und Forschung besteht in der Erkenntnis, dass es weder eine Sprache ohne Kultur gibt, noch eine Kultur ohne Sprache.

Das Lehrangebot in der Anglistischen Sprachwissenschaft bemüht sich, einer erheblichen Vielfalt von Anforderungen gerecht zu werden, die sich einerseits durch den Charakter der Linguistik als einer theoretisch-deskriptiven Wissenschaft mit allgemeinsprachlicher Ausrichtung ergeben, andererseits aber an die Funktion des Englischen als eines weltweiten Kommunikationsinstruments geknüpft sind. Das bedeutet zunächst, daß unsere Studierenden Bekanntschaft mit den gegenwärtig diskutierten Ansätzen zu einer Theorie über die menschliche Sprache Bekanntschaft schließen müssen, und zwar zunächst auf einführendem Niveau. Die Vorstellung von Problemen, Methoden und Terminologie der Sprachbeschreibung bilden hierfür die Grundlage, wobei von Beginn an die Beziehung zur englischen Sprache im Vordergrund steht. Das Englische ist damit in der Lehre nicht nur Kommunikationsmedium, sondern zugleich Analyse- und Beschreibungsobjekt. Zu den Beschreibungsebenen gehören die Phonologie (Inventar und Funktion der Sprachlaute), die Morphologie (Eigenschaften und Funktion der Wörter und ihrer Teile), die Semantik und Pragmatik (die Untersuchung sprachlicher Bedeutung) und die Syntax (die Analyse der Strukturen und Funktionen von Sätzen). Unser Ziel in den Lehrveranstaltungen des Grundstudiums ist es, daß die Studierenden sich in dem komplexen Gebiet der Sprachwissenschaft sicher orientieren können, und daß sie mit den wichtigsten Instrumente für die Betrachtung der Sprache so vertraut werden, daß die linguistischen Lehrinhalte im Hauptstudium bei verstärkter selbständiger Arbeit vertieft und erweitert werden können.

Zum anderen gehört zur sprachwissenschaftlichen Ausbildung die Berücksichtigung der regionalen, sozialen und funktionalen Variation in der Weltsprache Englisch. Daher bieten wir regelmäßig Lehrveranstaltungen an zu den Varianten des Englischen (z.B. American English, English in Scotland, English World-Wide), zur Soziolinguistik (Sprache und Gesellschaft, Sprache und Identität) und zur praktischen Verwendung des Englischen (z.B. Pragmatik, sprachliches Handeln, Konversationsanalyse). Von großem Interesse für zukünftige Lehrerinnen und Lehrer sind auch die Themen Spracherwerb und Zweitspracherwerb. Solche Inhalte werden bereits in die Veranstaltungen des Grundstudiums integriert, treten aber im Hauptstudium stärker in den Vordergrund, um auf den sprachwissenschaftlichen Grundkenntnissen der Studierenden aufzubauen und diese weiter zu entwickeln. Schließlich möchten wir unseren Studierenden in regelmäßig gehaltenen Kursen zur englischen Sprachgeschichte die historische Dimension des Englischen näherbringen. Keine Kultur ist ohne ihren historischen Hintergrund verständlich, und die Sprache als Kulturträgerin spiegelt in vielfältiger Weise kulturgeschichtliche Entwicklungen wider. Zugleich können viele Sachverhalte der englischen Sprache nicht ohne Kenntnis sprachgeschichtlicher Entwicklungen angemessen in der schulischen Lehre vermittelt werden.

Mit allen genannten Komponenten der sprachwissenschaftlichen Ausbildung streben wir die Verwirklichung einer ambitionierten Zielvorstellung an; am Ende eines erfolgreichen Studiums sollen die Studierenden:

  • Sprache, insbesondere das Englische, selbständig und systematisch analysieren können;
  • ein klares und kritisches Bewusstsein über die kulturelle Einbettung der Sprache entwickelt haben, und zwar auf dem Hintergrund eines möglichst reichhaltigen und systematischen Informationsstandes zum Englischen und seinen Varianten.
  • genügend theoretisches Wissen über Sprache erworben haben, welches sie befähigt, selbständig linguistisch fundierte Unterrichtskonzepte und –methoden zu entwickeln.

Die von uns angebotenen sprachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen orientieren sich mit diesem Ziel an dem theoretischen Modell der Kognitiven Linguistik. Diese versteht sich als Teil der kognitiven Wissenschaften (cognitive sciences), zu denen z.B. die Psychologie und die Philosophie gehören, aber auch die Neurologie, soweit sie Prozesse untersucht, die mit der Verarbeitung und der Produktion sprachlicher Äußerungen im Gehirn zusammenhängen. Das Wissen über sprachliche Bedeutung wird in der Kognitiven Linguistik, anders als in früheren bzw. konkurrierenden Modellen der Sprachwissenschaft, nicht vom „enzyklopädischen“ Weltwissen der Sprecher/-innen getrennt. Damit wird zugleich eine enge Beziehung zur Kultur der Sprachgemeinschaft hergestellt.

In Kooperation mit den anderen an unserem Institut gelehrten Fachgebieten sollen die Studierenden auf diese Weise eine breite und reflektierte Handlungskompetenz als Fachleute für die Anglistik und Amerikanistik erwerben können, die ihnen eine erfolgreiche Berufstätigkeit ermöglicht.

Auf den Mitarbeiterseiten finden Sie detaillierte Informationen zu Forschungsschwerpunkten und Publikationen.